"Atomkraft wird in Zukunft weltweit keine Rolle spielen!" aus: Nachhaltiges Deutschland Umweltbundesamt 1997, (Seite 51)
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Welche Rolle kann die Kernenergie zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen spielen?
In der Diskussion um den "richtigen" Weg zur Erreichung des CO2 - Reduktionsziels wird häufig die Rolle der Kernenergie als "CO2 -freiem Energieträger" betont und die Kernenergie teilweise für unverzichtbar gehalten. Es ist jedoch festzustellen, dass auch die Kernenergienutzung nicht den Handlungsmaximen einer nachhaltigen Entwicklung entspricht:
- Uran ist ein endlicher geologischer Energieträger, der grundsätzlich nicht regenerationsfähig ist. Seine Reichweite wird zwar durch den Einsatz von Plutonium-Uran-Mischoxid-Brennelementen (MOX) und in noch viel stärkerem Maße durch die Brütertechnologie verlängert, bei Fortführung des heutigen Energieverbrauchswachstums ist sie jedoch selbst dann auf wenige hundert Jahre beschränkt.
- Auf allen Stufen des kerntechnischen Brennstoffkreislaufs werden radioaktive Stoffe emittiert, die lange Zeit in der Umwelt verbleiben.
- Vor allem von einem Unfall mit Kernschmelze würden erhebliche Gefahren und Risiken für die menschliche Gesundheit ausgehen.
- Für die Endlagerung radioaktiver Abfälle muss ein Zeithorizont von mehr als 10.000 Jahren in Betracht gezogen werden. Zur Erreichung des Klimaschutzziels ist die Kernenergie auf Dauer nicht notwendig. Ein Ausbau der Kernenergie (und dies trifft auch für große Kohlekraftwerke zu) dürfte hingegen gerade die angebotsorientierten Strukturen unserer Energiewirtschaft stabilisieren, die ein Haupthemmnis für die zur Erreichung des Klimaschutzziels unabdingbare Effizienzverbesserung darstellen.
- Müssten die Betreiber nach dem Verursacherprinzip versichert sein, wäre Strom aus Atomkraftwerken s o teuer, dass Strom aus Atom sofort unwirtschaftlich und damit indiskutabel wäre.
- So werden die großen Kosten für die Suche eines geeigneten (gibts es das überhaupt??) Endlagers und die Unterhaltungskosten des anfallenden Atommülls der Steuerzahler. - Ebenso wie das Risiko. Unglaublich: jede Firma muss für die Entsorgung und die Kosten ihrer Giftstoffe und Abfälle selbst aufkommen. - Nur die Atomkraftwerksbetreiber nicht!!
Die Folgen von Tschernobyl sind bei IPPNW beschrieben, hier der Link Hier ein Link zu einer Hilfsorganisation, deren engagierter Ansprechpartner uns bekannt ist.
Über die Kosten der Markteinführung (eine Form der Subvention) der Atomkraft in den 70er Jahren gibt es hier einen knappen Artikel hier

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Der einzige Grund, warum die Kraftwerks-Betreiber die gefährlichen Schrottreaktoren weiter laufen lassen wollen, sind die Einnahmen:
Ein Reaktor bringt pro Jahr ab 300 Million Euro Reingewinn pro weiteres Jahr Laufzeit ! Fette Gewinne auf das Risiko der Menschen.
Hier zu der Grafik mit den erreichnetet Zusatzerlösen aus der spannenden, neuen Studie "Mythos Atomkraft", von der Deutschen Umwelt Stiftung.
Ein Kommentar zur deutschen Energiewirtschaftspolitik in der Financial times Deutschland hier.
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