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Abspaltung und Verpressung von CO2 bei der Stromherstellung durch Fossile

CO2-Speicherung abgeblasen - rechtzeitiger Widerstand erfolgreich

ein neues, teureres Feigenblatt der großen Kohlekraftkonzerne.
Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Lagerung von Kohlendioxid
(CCS = Carbon Capture and Storage)

Kopenhagen.
Die Bevölkerung im dänischen Jütland hat erfolgreich gegen ein Versuchsprojekt zur Speicherung von CO2 im Erdreich protestiert. Vattenfall wollte am Kraftwerk Nordjyllandsvaerket in Aalborg die CO2-Abspaltung und Speicherung, kurz CCS, testen. Als Inbetriebnahme war 2013 angedacht. Erste seismische Untersuchungen eines potenziellen CO2-Speichers begannen im letzten Jahr; seitdem protestieren die Menschen massiv. Nun nennt Vattenfall als Grund für die "Verschiebung" die Finanzkrise. Dafür will sich Vattenfall auf den Standort Jänschwalde bei Cottbus zuwenden. In Jänschwalde soll - wenn es nach Vattenfall geht - zwischen 2013 und 2015 jährlich ca. 2,7 Millionen Tonnen CO2 abgeschieden werden. Kosten: 1,6 Milliarden Euro! Der Widerstand regt sich in der Lausitz - die Test sollen nicht durchgeführt werden.

An weiteren CCS-Standorten regt sich Widerstand:

Landkreise Nordfriesland und Schlesswig:
Die Petition findet sich auf der webseite.
http://www.kein-co2-endlager.de/

Niedersachsen:
Risiko für die Länder und Landkreise unbekannt!

Der Energiekonzern RWE plant bereits bis 2014 in Hürth, NRW, ein neues, hochmodernes Braunkohlekraftwerk zu errichten, das CO2 unterirdisch speichern kann. Die geplante Lagerstätte für das Treibhausgas liegt jedoch nördlich von Husum in Schleswig-Holstein, eine mehrere 100 km lange Pipeline soll das KW und die Lagerstätte verbinden. Der BUND warnt, dass die Probleme des Transports von CO2 aus Kraftwerken zu Lagerstätten bislang völlig ungeklärt sind
Der BUND Niedersachen bekam eine Karte mit den Planungen einer CO2-Pipeline vom Ruhrpott  bis an die friesische Küste zugespielt:
http://www.bund-niedersachsen.de/content/presse_publikationen/2646.php

Unterstützung der Petitionen, Unterzeichnen der Unterschriftenlisten und Rückendeckung in monetärer und emotionaler Hinsicht sollte nun von vielen Regionen kommen.
Nur, wenn wir auch dieses teuren Quatsch verhindern, werden Stein- Braun- und Kohle- und Schwerölkraftwerke früher abgeschaltet.
Die Vertreibungen der Bewohner der Dörfer und die "Umgestaltung" ganzer Landkartenflächen muss endlich ein Ende haben. - Die Erneuerbaren und Vermeidungslösungen können unseren Energieverbrauch schon längst befriedigen.

Brandenburg - Lausitz:
Jänschwalde: Vattenfall will nach der Niederlage in Dänemark in der Lausitz
weiter baggern. Sie verhandlosen das Projekt als "Demonstrations"-Projekt. Widerstand organisieren hier die Piratenpartei und die Grüne Liga. Ein sehr informatives Papier gibt es hier : http://www.lausitzer-braunkohle.de/